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Klassenfahrt - Besuch des Soldatenfriedhofes Costermano

Besuch des Soldatenfriedhofes Costermano

Für Dienstag, den 13. Oktober hatten wir uns eine Fahrt zum Soldatenfriedhof Costermano vorgenommen. Hier liegen fast 22.000 in Norditalien gefallene deutsche Soldaten. Der Nieselregen und Nebel, der unseren Ausflug in diese wunderschöne und ruhige friedliche Landschaft begleitete, passte zu unserer melancholischen Stimmung. Eine der schwierigsten Aufgaben der Pädagogik ist, jungen Menschen Erfahrungen anderer Menschen zu vermitteln. Und umso schwerer, wenn diese Erlebnisse in einer Art und Weise so verstörend und menschenverachtend waren, dass jede Vorstellung von Leid und Schmerz niemals für diejenigen nachvollziehbar sind, die in Frieden und Wohlstand aufgewachsen sind.

Dennoch waren unsere Schüler allein schon von der Anzahl der jungen Menschen erschüttert, die vom Alter her gar nicht so weit entfernt waren und für absurde Kriegszwecke sterben mussten. Ein bisschen greifbar wurde das Grauen durch die persönlichen Erzählungen Herrn Pösls, dessen Vater schwerst verwundet und dem Tod geweiht von der Russlandfront (er wurde erst 1941 eingezogen, seine Einheit wurde mehrfach komplett aufgerieben) im Lazarettzug nur durch ein „Wunder“ überlebte, sowie dessen Mutter, die in Augsburg insgesamt dreimal ausgebombt war. Costermano wird uns allen im Gedächtnis bleiben mit der Botschaft: „Nie mehr Krieg“ !

Und  die mitfühlenden Aufsätze unserer Schüler, die sich im Übrigen wunderbar benommen haben, lassen hoffen.

Wir bedanken uns ganz herzlich durch die großzügige Unterstützung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in persona Herrn Kiehl.

18. Oktober 2015 

Volker Treusch, Eva Schulte, Karl Pösl (Fortsetzung folgt)

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